„Die Freiheit frei zu sein – ein Verständnis von Freiheit, Innovation und Haltung als Legitimation eines nachhaltigen Wissenschaftssystems“ lautete das Fokusthema der 21. BayZeN-Infoveranstaltung.
Die Inputs zu diesem Thema kamen von Prof. Dr. Markus Vogt (LMU München) und Prof. Dr. Mandy Singer-Brodowski (Uni Regensburg).
Wir laden Sie dazu ein, sich mit der Freiheit und Rolle der Wissenschaft in einer sich stark wandelnden Gesellschaft auseinanderzusetzen und mit den beiden Referent:innen darüber zu diskutieren, wie eine zukunftsfähige Hochschullandschaft sichergestellt werden kann.
Diese Veranstaltung bildete den Auftakt für das „BayZeN-Positionspapier 2026“ (Arbeitstitel), welches in diesem Jahr vom BayZeN unter Einbeziehung des gesamten Netzwerks sowie der Mitgliedshochschulen und in enger Abstimmung mit dem BayStuRa erarbeitet wird.
Kurzbeschreibung:
Unter dem Titel „Die Freiheit frei zu sein – ein Verständnis von Freiheit, Innovation und Haltung als Legitimation eines nachhaltigen Wissenschaftssystems“ lud das Bay-ZeN dazu ein, sich mit der Freiheit der Wissenschaft in einer sich stark wandelnden Gesellschaft auseinanderzusetzen und mit den beiden Referent:innen darüber zu diskutieren, wie eine zukunftsfähige Hochschullandschaft sichergestellt werden kann.
Prof. Dr. Markus Vogt und Prof. Dr. Mandy Singer-Brodowski machten in ihren beiden Impulsen deutlich: Wissenschaftsfreiheit ist keineswegs selbstverständlich. Sie braucht Schutz vor politischen, ökonomischen und ideologischen Einflussnahmen, darf sich aber nicht in Abschottung oder Rückzug in den Elfenbeinturm erschöpfen. Vielmehr lebt sie davon, dass Hochschulen und Wissenschaftler:innen Haltung zeigen, Verantwortung übernehmen und sich auch normativ zu Werten verhalten, die mit nachhaltiger Entwicklung verbunden sind. Zugleich wird Freiheit als ein gemeinschaftlicher Prozess verstanden: Große gesellschaftliche Herausforderungen wie Klimawandel, Demokratiekrisen oder hybrider Krieg lassen sich nur bewältigen, wenn Wissenschaft im Dialog mit Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft arbeitet. Dabei ist eine transdisziplinäre Zusammenarbeit gefragt, die sowohl wissenschaftliche Qualitätsstandards wahrt als auch gesellschaftliche Perspektiven ernst nimmt.
Ein besonderer Fokus lag auf der Frage, wie transformative Wissenschaft in einem Verständnis von „Freiheit von, zu und mit“ gelingen kann. Die Beiträge räumten mit verbreiteten Fehlannahmen auf – etwa, dass Freiheit und Verantwortung in einem Gegensatz stehen oder dass vollständige institutionelle Autonomie Vielfalt garantiert. Stattdessen wurde für eine pluralistische, lernende Wissenschaft plädiert, die Nähe und Distanz zur Gesellschaft immer wieder neu austariert, sich selbst kritisch hinterfragt und dennoch mutig Impulse für Innovation und Transformation setzt. Dabei wird die Frage nach der Freiheit der Wissenschaft auch mit Blick auf die Implikationen für die Hochschullehre gestellt und bildungstheoretisch diskutiert, wie sich das spannungsreiche Verhältnis von Bildung und Nachhaltigkeit in verschiedenen Facetten ausdrückt. Abschließend wurde die Vision einer Hochschulbildung skizziert, die gerade auch in gesellschaftlich polarisierten Zeiten Haltung entwickeln sowie Freiheit und Innovation befördern kann.
Die Dokumentation mit Link zum Videomitschnitt zur 21. BayZeN-Infoveranstaltung finden Sie hier.
