BayZeN Veranstaltung
Zeit: 9:00 – 10:30 Uhr (online)
Zielgruppe: Die BayZeN-Infoversanstaltungen sind öffentlich zugänglich für interessierte Hochschulangehörige und Studierende.
Titel: „Die Freiheit frei zu sein – ein Verständnis von Freiheit, Innovation und Haltung als Legitimation eines nachhaltigen Wissenschaftssystems“
Die Veranstaltung soll Impulse für die Erarbeitung eines „BayZeN-Positionspapiers 2026“ bieten.
Inputs:
Prof. Dr. Markus Vogt, LMU München
Prof. Dr. Mandy Singer-Brodowski, Uni Regensburg
Moderation: Dr. Eric Veulliet (Präsident der HSWT und Sprecher des BayZeN)
An Zoom-Meeting teilnehmen: https://hswt.zoom.us/j/99815790998
Meeting-ID: 998 1579 0998
Kenncode: 616662
Schnelleinwahl mobil: +496950502596
Kurzbeschreibung:
Unter dem Titel „Die Freiheit frei zu sein – ein Verständnis von Freiheit, Innovation und Haltung als Legitimation eines nachhaltigen Wissenschaftssystems“ lädt das Bay-ZeN dazu ein, sich mit der Freiheit der Wissenschaft in einer sich stark wandelnden Gesellschaft auseinanderzusetzen und mit den beiden Referent:innen darüber zu diskutieren, wie eine zukunftsfähige Hochschullandschaft sichergestellt werden kann.
Prof. Dr. Markus Vogt und Prof. Dr. Mandy Singer-Brodowski machen in ihren beiden Impulsen deutlich: Wissenschaftsfreiheit ist keineswegs selbstverständlich. Sie braucht Schutz vor politischen, ökonomischen und ideologischen Einflussnahmen, darf sich aber nicht in Abschottung oder Rückzug in den Elfenbeinturm erschöpfen. Vielmehr lebt sie davon, dass Hochschulen und Wissenschaftler:innen Haltung zeigen, Verantwortung übernehmen und sich auch normativ zu Werten verhalten, die mit nachhaltiger Entwicklung verbunden sind. Zugleich wird Freiheit als ein gemeinschaftlicher Prozess verstanden: Große gesellschaftliche Herausforderungen wie Klimawandel, Demokratiekrisen oder hybrider Krieg lassen sich nur bewältigen, wenn Wissenschaft im Dialog mit Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft arbeitet. Dabei ist eine transdisziplinäre Zusammenarbeit gefragt, die sowohl wissenschaftliche Qualitätsstandards wahrt als auch gesellschaftliche Perspektiven ernst nimmt.
Ein besonderer Fokus liegt auf der Frage, wie transformative Wissenschaft in einem Verständnis von „Freiheit von, zu und mit“ gelingen kann. Die Beiträge räumen mit verbreiteten Fehlannahmen auf – etwa, dass Freiheit und Verantwortung in einem Gegensatz stehen oder dass vollständige institutionelle Autonomie Vielfalt garantiert. Stattdessen wird für eine pluralistische, lernende Wissenschaft plädiert, die Nähe und Distanz zur Gesellschaft immer wieder neu austariert, sich selbst kritisch hinterfragt und dennoch mutig Impulse für Innovation und Transformation setzt. Dabei wird die Frage nach der Freiheit der Wissenschaft auch mit Blick auf die Implikationen für die Hochschullehre gestellt und bildungstheoretisch diskutiert, wie sich das spannungsreiche Verhältnis von Bildung und Nachhaltigkeit in verschiedenen Facetten ausdrückt. Abschließend wird die Vision einer Hochschulbildung skizziert, die gerade auch in gesellschaftlich polarisierten Zeiten Haltung entwickeln sowie Freiheit und Innovation befördern kann.
Die Infoveranstaltungen sind frei zugänglich und finden in der Regel alle zwei Monate statt.
Der Fokus der Veranstaltung liegt jeweils auf einem aktuellen Thema.
Archiv: Hier finden Sie die Dokumentationen vergangener Infoveranstaltungen.
